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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Dienstag, 24. April 2007

Parlamentswahlen in Schottland

Am 1. Mai 2007 jährt sich der Unionsvertrag zwischen England und Schottland zum 300. Mal, zwei Tage später finden in Schottland regionale Parlamentswahlen statt. Der Scottish National Party (SNP) werden große Chancen auf eine Mehrheit eingeräumt. Georges Waser berichtet: "Alex Salmond, der im Falle eines Sieges der SNP als deren Führer der Erste Minister werden würde, gibt sich bereits im Stil eines elder statesman. Das Motto jener, die sich den Bruch mit der Union herbeiwünschen und von einem Aufschwung nach dem Beispiel Irlands träumen, heißt 'going it alone'. Aber wie realistisch ist dieser Traum vom Alleingang?... Zweifellos würde die SNP (die, taktisch geschickter geworden, ein Referendum nicht mehr sofort, sondern erst in etwa drei Jahren in Aussicht stellt) mit dem Hinweis auf die in der Nordsee vorhandenen Öl- und Gasreserven für den Austritt aus der Union mit England plädieren. Doch trotz einem von der britischen Regierung lange geheim gehaltenen Bericht, der den Schluss zulässt, dass die Schotten bisher die Benachteiligten waren, ist es immer noch ungewiss, wie viel Anrecht auf diese Reserven ihnen die vollständige Autonomie bringen würde."

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