Delfi - Estland | Donnerstag, 3. Mai 2007
Estnische Kritik an Russland
Der Ton im Konflikt zwischen Russland und Estland um den Standort eines Kriegsdenkmals wird schärfer. Neben Vorfällen an der Grenze zwischen beiden Ländern gab es in Moskau Tumulte in der Redaktion der Wochenzeitung Argumenty i Fakty, als Mitglieder einer Kreml-nahen Jugendorganisation das Gebäude stürmten, in dem die estnische Botschafterin eine Pressekonferenz abhalten wollte. Das estnische Nachrichtenportal befürchtet, die eigentliche Eskalation stehe noch bevor. "Wenn Russland Diplomaten physisch angreift und die Server der estnischen Regierung und die Internetseiten von Zeitungen stört, kann man fast sagen, der Krieg habe begonnen. Die russischen Behörden verstoßen nicht nur gegen die Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen, sondern gegen sämtliche Regeln des internationalen Umgangs, von denen des guten Benehmens ganz zu schweigen. Die anti-estnische Hysterie wird von der obersten Machtelite Russlands geschürt, die marodierende Jugendliche als Kanonenfutter missbraucht. Wir können nur hoffen, dass die Staaten, die uns Unterstützung zugesagt haben, auch ihr Wort halten. Man sollte Russland daran erinnern, dass Estland nicht nur zur EU, sondern auch zur Nato gehört."
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