Klaipeda - Litauen | Donnerstag, 3. Mai 2007
Langsame Esten
In Litauen spöttelt man gerne, die Esten seien eher langsame Naturen. Vigantas Danilavicius sieht dies auch in Bezug auf die Bronzestatue so: "Die Sowjetdenkmäler wären am besten gleich nach dem Putsch in der Sowjetunion entfernt worden, als die Russen selbst ihre Dscherschinskis vom Sockel stürzten, aber nicht jetzt, wo in Russland Lenindenkmäler errichtet werden... Die Reaktionen [Russlands] auf den Schritt Estlands sind jedoch nichts anderes als paranoid. Die Esten haben das Denkmal ja eben nicht gestürzt, wie es oft genug nach dem Putsch passiert ist, sondern sie haben es dorthin gebracht, wo es hingehört: auf einen Friedhof. Vielleicht trauert man in anderen Kulturen lieber in der Öffentlichkeit und an belebten Plätzen, in den Baltischen Staaten ist das aber nicht so."
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