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Sega - Bulgarien | Freitag, 4. Mai 2007

Wladimir Stefanow über die Türkei als Schaufenster des weltlichen Islam

Der bulgarische Wissenschaftler Wladimir Stefanow kommentiert die jüngsten politischen Ereignisse in der Türkei: "Der regierende türkische Premier unterschätzt einen wichtigen, spezifischen Moment in der Geschichte des kemalistischen Modells. Dieses ist geschaffen worden, um vom Osten imitiert zu werden, schöpft jedoch zugleich seine Kraft aus dem Westen. Es ist fraglich, ob und wann die Türkei Mitglied der Europäischen Union werden wird, aber mit Sicherheit bleibt sie ein 'Schaufenster des weltlichen Islam' und damit ein Paradigma, das von vielen Menschen in der islamischen Welt nachgeahmt wird. Erdogan scheint nicht darüber nachzudenken, welche Auswirkungen es auf die vielen Filialen der 'Muslimbrüder' in der islamischen Welt hat, wenn auch das Oberhaupt des türkischen Staates seiner Partei angehört. Das postkemalistische Spiel muss von jedem Staatsoberhaupt mit einer gewissen Konsequenz gespielt werden, denn wer unüberlegt handelt, verschwindet rasch von der politischen Bühne."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 4. Mai 2007

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