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Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Mittwoch, 9. Mai 2007

Pawel Machcewicz über den Streit um sowjetische Kriegsdenkmäler

Die polnische Regierung hat einen Gesetzentwurf für die Entfernung sowjetischer Kriegsdenkmäler in Polen verschoben, um den Streit mit Russland nicht weiter anzuheizen. Der Historiker Pawel Machcewicz von der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Torun hält das für richtig und betont, die Esten seien von der Sowjetunion stärker unterdrückt worden als die Polen. "Die Polen sind in einer unvergleichlich besseren Situation. Wir müssen kein koloniales Joch und kein Erbe von jahrzehntelanger Russifizierung von uns abschütteln. Wir haben in unserem Land nicht Millionen von Russen, deren Identifikation mit der polnischen Staatlichkeit zur Debatte stünde. Es gibt auch keine Stimmung in der Gesellschaft, die solch spektakuläre Aktionen rechtfertigen würde, die gegen einzelne, immer noch verbliebene Denkmäler russischer Soldaten gerichtet wären... Wir müssen also keinen eigenen Denkmalkrieg gegen Russland beginnen. Vor allem, weil das nicht nur ein Streit mit der Regierung der Russischen Föderation wäre, sondern auch mit Millionen Russen, deren Erinnerung an die im Krieg gegen Deutschland Gefallenen immer noch heilig und der wichtigste Bestandteil ihrer patriotischen Tradition ist."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 9. Mai 2007

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