La Repubblica - Italien | Sonntag, 13. Mai 2007
Italienische Katholiken demonstrieren für die Familie
Hunderttausende sind am Samstag in Rom für einen "Familientag" auf die Straße gegangen. Verschiedene katholische Verbände hatten die Massenkundgebung zur Verteidigung der "Werte der Familie" initiiert, um damit gegen das geplante Gesetz für eingetragene homosexuelle Partnerschaften zu protestieren. Eugenio Scalfari, Gründer der Tageszeitung La Repubblica, beklagt den Versuch der Einflussnahme durch die katholische Kirche: "Der Vatikan und die italienischen Diözesen haben die Kirche in eine mächtige Lobby verwandelt. Mit der Kundgebung in Rom wollten sie ihre Stärke beweisen... Ich möchte nicht zu harte Worte verwenden, aber der 12. Mai hat die italienische Demokratie geschwächt. Nicht weil sich viele Menschen zu familiären Werten bekannt haben, sondern weil diese Menschen von rechten Politikern und der Kirche manipuliert worden sind."
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