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Corriere della Sera - Italien | Mittwoch, 6. Juni 2007

Die Kunstbiennale verwandelt Venedig in einen Zirkus

Am 10. Juni beginnt in Venedig die 52. Biennale - unter Leitung des Amerikaners Robert Storr. Der Kunstkritiker Sebastiano Grosso erkennt die Stadt nach einem Rundgang kaum wieder. Venedig gleiche einem Zirkus und sei voll von Nebenausstellungen. "Ist eine Biennale ohne Streit vorstellbar? Um Gottes Willen, nein. In Venedig ist der Streit das Lebenselexier." In diesem Jahr ist Streit entbrannt, "weil Venedig immer stärker den internationalen Charakter der Kunst betont und seine Rolle als Initiator und Gastgeber eingebüßt hat... Es gibt Ausstellungen in Häusern und Büros, in ausrangierten Kirchen, in den Innenhöfen der Palazzi, in privaten Galerien. Die Kunstszene wird immer vielfältiger. Die ganze Stadt kann man mieten – und die Inseln noch dazu."

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