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Le Monde - Frankreich | Freitag, 8. Juni 2007

Jeder Stadt ihre Biennale

"112 Biennalen zeitgenössischer Kunst gibt es zur Zeit auf der Welt. Moderne Kunst erzielt heute ein globales exponentielles Wachstum. In diesem Juni sind in Europa Venedig, Kassel und Münster wichtig. Aber das Phänomen ist ein globales", meint Emmanuelle Lequeux. "Lyon, Berlin, Istanbul, Moskau, Sharjah, Turin, Shanghai, Havanna, Sidney, Dakar, Taipeh und sogar Ushuaia... Man kann die Städte gar nicht mehr zählen, die diese Mega-Ausstellungen ausrichten, und das Phänomen breitet sich vor allem in Asien immer weiter aus... Um was geht es? [Die Ausstellungen] zielen über die Ästhetik hinaus, wollen politisch, geostrategisch, wirtschaftlich sein. Städte finden Biennalen deshalb so gut, weil sie ihr Image wunderbar aufpolieren... Man kann zeigen, dass man beim internationalen Spiel dabei ist - das ist die Botschaft, die bei den Biennalen vermittelt wird. Die zeitgenössische Kunst ist wie das Englische zu einer universellen Sprache geworden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 8. Juni 2007

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