Frankfurter Rundschau - Deutschland | Freitag, 15. Juni 2007
Documenta 12 - Die gelungene "Migration der Form"
Elke Buhr hat die am Samstag beginnende Documenta in Kassel vorab besichtigt: "Die 'Migration der Form' hatten der künstlerische Leiter Roger M. Buergel und seine Kuratorin Ruth Noack zum zentralen Inszenierungsprinzip ihrer Documenta12 gemacht. Sie wollten zeigen, wie Formen wandern, durch die Zeit und von Kultur zu Kultur; sie wollten untersuchen, wie ähnliche ästhetische Lösungen auf unterschiedliche Weise mit Kontexten und Inhalten paktieren. Und wo das gelingt, ist der Effekt atemberaubend... So zeigt die Documenta 12 nicht nur die Avantgarde von heute - sie tut auch das, und zwar mit einem internationalen Blick, der längst nicht mehr angestrengt wirkt -, sondern sie zeigt auch, auf wessen Schultern diese Künstlerinnen und Künstler stehen. Sie reicht nicht nur die weibliche Seite der jüngeren Kunstgeschichte, sondern auch die Avantgarden Osteuropas nach und gibt, bei aller Sprödigkeit, die sich da manchmal breit macht, ihren Besuchern die Mittel an die Hand, um auch bei den strukturalistischen Abstraktionen noch das Schöne, die spezifische Ästhetik zu sehen."
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