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Le Monde - Frankreich | Freitag, 22. Juni 2007

Thomas Ferenczi über die Atemlosigkeit Europas

Bisher sei man davon ausgegangen, dass das Monopol der Politik der einzelnen Länder in Europa aufgebrochen werden könne, erklärt Thomas Ferenczi und stellt die These auf, dass sich nun die Idee eines Europas durchsetze, in dem die "nationale Souveränität" erhalten bleibe. "Die Debatten der 27 Mitglieder über einen neuen Vertrag zeigen, dass der europäischen Idee der Atem ausgegangen ist. Unter dem Druck von Europaskeptikern, die immer überzeugter werden, entfernt sich die Union Schritt für Schritt vom gemeinsamen Geist. Und die neue Generation von politischen Führern des alten Kontinents passt sich dieser Entwicklung willig an. Insbesondere Nicolas Sarkozy betrachtet die europäischen Institutionen vor allem als Instrument der Kooperation zwischen den Regierungen... Das sich abzeichnende Europa ist ein anderes als das, von dem die Föderalisten geträumt haben. Sie halten an der Idee einer supranationalen Macht fest, sind aber heute in der Minderheit."

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