Právo - Tschechien | Freitag, 13. Januar 2006
Roma-Verfolgung im Nationalsozialismus
Eine nationalistische Gruppierung plant, auf dem Gelände eines von den Nazis errichteten Konzentrationslagers für Roma in Südböhmen einen Gedenkstein der besonderen Art aufzustellen. Er soll besagen, dass es sich lediglich um ein Arbeitslager gehandelt hat, die Existenz des Konzentrationslagers soll so geleugnet werden. Paul Verner stimmt der Empörung, die diese Ankündigung ausgelöst hat, zu. "Ziel der Aktion ist, auszutesten, wie viele rassistische Provokationen der tschechische Staat hinnimmt... Leider können so einflussreiche Politiker wie Präsident Vaclav Klaus und der kommunistische EU-Abgeordnete Miloslav Ransdorf als Kronzeugen für die Neonazis herhalten. Auch sie haben das Konzentrationslager einst als Arbeitslager verniedlicht. Sie verschafften den Rassisten ein ideologisches Alibi."
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