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Le Monde - Frankreich | Dienstag, 17. Juli 2007

Insiderhandel auf dem Kunstmarkt

Auf dem boomenden Markt für zeitgenössische Kunst haben Spekulanten Einzug gehalten, stellen Harry Bellet und Emmanuel de Roux fest. "Der Insiderhandel, der den Börsianer sonst ins Gefängnis bringt, wird hier zur Tugend erklärt. Zu wissen, welche Künstler im nächsten Sommer angesagt sind, bringt viel ein - und zwar ganz legal. Ohne so weit zu gehen wie François Pinault, der sich mit Christie's einen der größten Akteure des Planeten und eine unersetzliche Informationsquelle geleistet hat, investieren zahlreiche Geschäftsmänner in Galerien, um die ersten auf der Liste zu sein. 'Der Kunstmarkt ist der letzte große nicht-regulierte Markt', hatte der Manhattener Staatsanwalt Peter R. Stern 2005 in der Zeitschrift Artnewspaper erklärt. Und das nicht etwa, um Angst unter den Finanzleuten zu verbreiten, die sich durch die Regeln an den Börsen eingeschränkt fühlen, sondern ganz im Gegenteil."

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