The Observer - Großbritannien | Sonntag, 12. August 2007
Unaufrichtige Diskussion um EU-Vertrag
Die britischen Regierung lehnt es ab, ein Referendum über den EU-Vertrag abzuhalten. Die Zeitung kommentiert: "Das Problem ist, dass die britischen Regierungen absolut feige gewesen sind, statt der Öffentlichkeit ehrlich die Vor- und Nachteile einer internationalen Zusammenarbeit gegenüber nationaler Souveränität zu erklären. Sie haben keine politischen Argumente für eine Zusammenarbeit, etwa dass Europa - geeint durch den Binnenmarkt - eine bisher nie da gewesene Zeit von Freiheit und Wohlstand genossen hat, während es geteilt von engstirnigem Nationalismus zu militärischer Rivalität und langem Blutvergießen getaumelt ist. Stattdessen täuschen sie vor, dass die Diskussionen und Verträge rein technischer und wirtschaftlicher Natur sind. Niemand glaubt das und das Ergebnis ist Skepsis, da die Informationen fehlen... Der Moment, in dem die Regierung das britische Volk fragen wird, ob es bei diesem europäischen Projekt mit dabei sein will, wird einfach nur aufgeschoben."
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