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La Repubblica - Italien | Dienstag, 14. August 2007

Die drei europäischen Mächte

Der italienische Diplomat Ferdinando Salleo beschäftigt sich mit dem neuen EU-Vertrag, der die Römischen Verträge ersetzen soll. "Den institutionellen Kompromiss, der in Brüssel gefunden wurde, verdanken wir einem Bündnis von Deutschland, Frankreich und Großbritannien... Inhaltlich bedeutet das ein Gleichgewicht der drei unterschiedlichen Grundhaltungen, die im Inneren der EU im Widerstreit stehen: Integrationsbestrebungen, Souveränitätsbestrebungen und der minimalistische Ansatz." Salleo geht aber davon aus, dass Europa wirtschaftlich und im Handel ein "Gebilde mit unterschiedlichen Ansätzen bleiben wird, die es schwer haben werden, nebeneinander zu existieren... Selbst in der Außenpolitik, in der strategischen Ausrichtung und bei den traditionellen Bündnissen, sind die Abweichungen der drei Länder nicht unbedeutend. Die Gefahr ist offensichtlich: Ein 'Direktorium der Widersprüche' könnte zu einer 'Kammer des Ausgleichs' von Einzelinteressen werden..., auf Kosten eines Gemeinschaftsprojekts, das wirtschaftliche Stärke, westliche, demokratische und humanistische Werte vereint."

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