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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 18. Januar 2006

Autonomiebestrebungen in Katalonien

Ganz Spanien beschäftigt die Frage, "ob der Region Katalonien einmal erlaubt sein wird, sich 'Nation' zu nennen und die Abspaltung von Spanien ein Stückchen sichtbarer zu machen", berichtet Paul Ingendaay und beschreibt, wie grotesk sich die Autonomiebestrebungen auf den Alltag in Barcelona auswirken. "Tatsächlich hat die Sprachpolizei ihre Aktivität deutlich erhöht und unterwirft die Bevölkerung rigider Überwachung. Im Jahr 2004 wurden gegenüber dem Vorjahr 2003 viermal soviel Strafen für das Versäumnis gezahlt, in Geschäften, Bars und Restaurants das Angebot auch in katalanischer Sprache anzugeben. Wie wäre es mit ein bisschen fremdem Flair wie in New York oder Berlin? Nicht in Barcelona. Hier dürfen sich Kunden beschweren, wenn sie nicht in katalanischer Sprache bedient werden. Was darauf hinausläuft, dass in Barcelona schlecht arbeiten kann, wer nur Spanisch spricht, obwohl Katalonien in Spanien liegt."

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