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El País - Spanien | Donnerstag, 20. September 2007

Gesetz zur Entschädigung der Opfer des spanischen Bürgerkriegs

Vor einem Jahr hat die spanische Regierung ein Erinnerungs-Gesetz vorgelegt, über das zum Bedauern des Historikers Julián Casanova bis heute nicht abgestimmt worden ist. Die Nachfahren spanischer Republikaner hatten das Gesetz gefordert, damit die Opfer des Bürgerkrieges und des Franquismus rehabilitiert werden können. Casanova schreibt: "Die spanische Demokratie braucht dieses Gesetz. Ein Gesetz, in das die Erfahrungen aller einfließen, das aber festlegt, dass nur die Opfer der Unterdrückung der anti-republikanischen Militärs und der Gewalt der Franco-Diktatur eine moralische Entschädigung bekommen dürfen und das Recht auf juristische und politische Anerkennung haben. So viele Jahre waren sie beschämend marginalisiert... Zur Zeit herrscht in Spanien offiziell das Vergessen vor. Doch das wird die Erinnerung der Opfer nicht zum Verschwinden bringen. Bislang gibt es kein Mittel, die Traumata der Vergangenheit dauerhaft zu verdrängen. Früher oder später kommen sie wieder an die Oberfläche."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 20. September 2007

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