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Die Zeit - Deutschland | Donnerstag, 8. November 2007

Brigitte Fehrle über die Erinnerung an die deutsche Einheit

Achtzehn Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 soll der Bundestag über ein Denkmal für "Einheit und Freiheit" entscheiden. Brigitte Fehrle fragt, warum man eigentlich in den Jahren nach der Wende alles, was tatsächlich daran erinnerte, getilgt hat: "Lange bevor der Westen begriff, mit welchem Land er sich wiedervereinigt hatte, waren die Symbole verschwunden. Zuerst die Mauer. Selbstverständlich musste sie eingerissen werden, aber war es richtig sie komplett abzureißen? Oder das Lenin-Denkmal in Berlin. Wo könnte man heute besser sehen, in welch falsche, fatale Richtung die DDR gegangen war. Oder der Palast der Republik, heute ein trostloses Stahlgerippe. Ein Ort, an dem Werden und Vergehen der DDR exemplarisch zu besichtigen wäre. Und der Eifer hält an. Viele würden die Stasi-Unterlagenbehörde mit ihrem einzigartigen Archiv lieber heute als morgen auflösen. Dabei ist diese Behörde mit ihren Fehlern und Brüchen das lebendigste Denkmal, das an die DDR und das Glück der Einheit erinnert."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 8. November 2007

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