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Dnevnik - Slowenien | Freitag, 21. Dezember 2007

Schengen und die Verschiebung der Grenze

Mit der Ausweitung des Schengenraums seien die Grenzkontrollen keineswegs abgeschafft, schreibt Andrej Brstovsek. Sie hätten sich nur verlagert. "Das Bild des Osteuropäers, der in den verherrlichten Westen möchte, hat sich auf den Ankömmling aus Bangladesch verschoben, der für den Weg nach Europa über 1000 Euro bezahlt – ohne zu wissen, ob er die europäische Schengenfestung überhaupt durchbrechen wird. Das neue Grenzregime hat aber auch für die unmittelbaren Nachbarn Folgen: So müssen die Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas nun 35 Euro für ein Schengen-Visum bezahlen, bislang war die Einreise nach Slowenien für sie kostenlos. Genauso geht es den Ukrainern, wenn sie nach Polen wollen, und sie haben ein durchschnittliches Gehalt von nur 200 Euro. Das Europa ohne Grenzen, das wir gerade feiern, ist auch weiterhin von festen Grenzen umgeben, von Zollbeamten, die sich freuen oder traurig sind, aber auf alle Fälle Wächter bleiben."

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