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Die Welt - Deutschland | Donnerstag, 27. Dezember 2007

Veit Heinichen über die Kehrseite der Schengenerweiterung

Der Schriftsteller Veit Heinichen, der in Triest lebt, freut sich über die Erweiterung des Schengenraums, gibt aber mit Blick auf die EU-Außengrenze gegenüber Kroatien zu bedenken: "Es ist kein Europa, das nur einbezieht, sondern auch ausgrenzt. Die Schengenlinie hat sich unter vielen Fragezeichen nach Osten und Süden verschoben, Feierlichkeiten aber wollen nicht durch Zweifel gestört werden. Amts- und Würdenträger begehen einen historischen Moment, den der Fall einer Grenze zweifellos bedeutet. Genauso wie die Errichtung einer neuen, nicht allzu weit weg. Für Triest und die Region Friaul-Julisch Venetien, für Slowenien ist die Erweiterung der Reisefreiheit eine Erleichterung. Der Optimismus der Bevölkerung, der auch von den Europapolitikern beschworen wird, entspricht aber erst dann den neu geschaffenen Tatsachen, wenn die nächste Erweiterung mit dem Beitritt Kroatiens geschaffen ist."

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