Die Presse - Österreich | Donnerstag, 3. Januar 2008
Zahl der Asylbewerber in Österreich steigt
"Zahlreiche Asylwerber, die zuvor in den neuen EU-Staaten gestrandet sind, haben die Gunst der Stunde genutzt und sind nach dem Fall der Schengen-Grenze nach Österreich gekommen, um hier einen neuerlichen Asylantrag zu stellen", berichtet Martin Fritzl. Das sei jedoch kein Grund zur Hysterie: "Das Geheul aus dem blau-orangen Lager (der rechtspopulistischen FPÖ und BZÖ) kann man getrost vernachlässigen, da geht es nur um die Bedienung der fremdenfeindlichen Klientel. Schon ernster sind die Besorgnisse der Lokalpolitik in Traiskirchen zu nehmen. Aber auch da sollte man die Dimensionen beachten. Derzeit befinden sich 770 Asylwerber im Flüchtlingslager. Vor zwei Jahren sind es 2000 gewesen. Und schließlich ist das Problem von zeitlich begrenzter Dauer: Wer schon anderswo einen Asylantrag gestellt hat, wird berechtigtermaßen wieder dorthin zurückgeschickt. Das wird sich herumsprechen, der Asyltourismus hat damit kein langes Leben."
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