Kulturní týdeník A2 - Tschechien | Donnerstag, 2. Februar 2006
Medien und Rechtsextremismus
Auf dem Gelände eines in der Nazizeit von Tschechen verwalteten Konzentrationslagers für Roma in Südböhmen versuchte dieser Tage eine obskure rechtsextremistische Partei, mit schmutzigen Kampagnen auf Stimmenfang zu gehen. Anscheinend erfolgreich, wie Alexandr Budka kritisiert: "In den vergangenen 14 Tagen erschienen 366 Artikel, zum Teil auf den Titelseiten. Auch das Fernsehen berichtete breit. Nie wurde dabei auch nur der Versuch unternommen, die extreme Gesinnung der Partei zu enthüllen. Glauben unsere Journalisten genau wie die Nationalpartei ernsthaft, dass die Roma für ihren Tod selbst verantwortlich waren, weil sie sich nicht oft genug wuschen? Dass die tschechische Nation nie etwas Schlechtes tat? Oder dass Homosexualität heilbar ist, wie die Partei behauptet?....Medien geht es um Gewinn... Fremdenfeindlichkeit und Hass sind ihrer Meinung nach offenbar ähnlich gut zu verkaufen wie Sex. Sonst würden 'Informationen' wie die über die Nationalpartei gar nicht erst erscheinen."
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