El Mundo - Spanien | Dienstag, 8. Januar 2008
Folter bei Eta-Verdächtigem?
Eine Untersuchungskommission soll klären, ob Igor Portu, mutmaßliches Mitglied der Separatistenorganisation Eta, am Wochenende nach seiner Verhaftung misshandelt wurde. Ärzte hatten gebrochene Rippen und Lungenverletzungen festgestellt. "Es gibt ernsthafte Anzeichen für Folter, auch wenn die Guardia Civil behauptet, dass sich der Mann bei einem Fluchtversuch verletzt hat", erklärt Pedro G. Cuartango. "Wir dachten, dass solche Praktiken in Spanien längst abgeschafft sind, aber angesichts dieser Affäre kommen Zweifel auf. Es muss eine echte Untersuchung dieser Situation geben. Folter ist absolut inakzeptabel und kann - egal unter welchen Umständen - nicht toleriert werden. Es gibt keinen Grund, der Schmerz oder Demütigungen rechtfertigen könnte, nicht einmal bei den schlimmsten Kriminellen."
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