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El País - Spanien | Mittwoch, 9. Januar 2008

Die Medien und der Kosovo

Der Historiker und Osteuropaexperte Francisco Veiga aus Barcelona warnt davor, Katastrophenszenarien für den Kosovo auf den Leim zu gehen. "Wenn das Medienfeuer erst einmal erlöscht ist, werden sich die Kosovo-Albaner einerseits und die Serben und Russen andererseits in vielen Punkten gut verstehen... Die Medien und einige Politiker tun so, als befänden wir uns immer noch im Jahr 1991 [dem Jahr des Balkankrieges]. Aber ihre sensationsheischende Haltung spiegelt keinesfalls die Realität dort wider. Es wird keinen neuen Krieg geben, zumindest keinen von Serbien initiierten, aus dem einfachen Grund, dass Serbien weder über die militärische Kraft noch über politische Führer oder die notwendige Logistik verfügt. Und die lokalen Akteure haben nicht den Handlungspielraum, um einen Krieg zu organisieren, selbst wenn sie es wollten."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. Januar 2008

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