El País - Spanien | Freitag, 18. Januar 2008
Die Eta steht der baskischen Unabhängigkeit entgegen
Die nationalistische baskische Linke fordert in regelmäßigen Abständen ein Referendum über die Selbstbestimmung des Baskenlandes. Der Politologe Cesáreo Aguilera meint: "Solange es die baskische Separatistenorganisation Eta gibt, ist eine solche Volksbefragung unmöglich. Ein Referendum setzt voraus, dass diese Organisation zerschlagen wird. Anschließend muss eine ausreichend lange Zeit verstreichen, damit sich alle politischen Strömungen trauen, öffentlich ihre Meinung zu äußern. Für die Anhänger eines vereinten Spaniens ist eine Eta, die mit 'geringer Intensität' agiert, das kleinere Übel. Denn solange die bewaffnete Gruppe aktiv ist, kann man unmöglich über Selbstbestimmung verhandeln. Es ist interessant, dass die Wähler der nationalistischen Linken nicht merken, dass die Existenz der Eta den Gegnern eines Referendums die besten Argumente liefert, um das Prinzip der Selbstbestimmung nicht auf demokratischem Wege auszufechten."
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