Newsweek Polska - Polen | Montag, 25. Februar 2008
Die Visegrád-Gruppe und der Kosovo
Aleksander Kaczorowski beklagt, dass die aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei bestehende Visegrád-Gruppe keine gemeinsame Linie bei der Anerkennung der Unabhängigkeit Kosovos verfolgt. "Polen gehört nicht zu den Staaten, die sofort die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt haben... Die polnischen Politiker müssen entscheiden, ob wir zu den Ländern gehören wollen, die in der europäischen Politik diesbezüglich den Ton angeben. Oder wollen wir die Unabhängigkeit erst später anerkennen, um die Beziehungen zu Belgrad so wenig wie möglich zu belasten? Diese Option bevorzugen zum Beispiel die Tschechen, die Serbien traditionell mit großer Sympathie betrachten, ebenso wie die Ungarn, die ihre Minderheit in der serbischen [Provinz] Vojvodina nicht gefährden wollen... Wenn die polnischen Politiker keinen optimalen Termin für die Anerkennung des Kosovo finden können, sollten sie ihre Partner in Prag und Budapest konsultieren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Politik, » Polen, » Ungarn, » Tschechien, » Kosovo
Alle verfügbaren Texte von » Aleksander Kaczorowski
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 25. Februar 2008