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Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 14. Mai 2008

Adoption bulgarischer Waisenkinder

Bulgarien bereitet einen Änderungsantrag zum Familiengesetzbuch vor, wodurch Adoptionen verlassener Kinder erleichtert werden. Die Bulgarien-Korrespondentin der Tageszeitung Le Monde, Anne Rodier, beschreibt die Situation: "Die Minderjährigen dieser 'Häuser der von elterlicher Betreuung beraubten Kinder' haben oft Eltern, mit denen sie jedoch keinen oder kaum Kontakt haben. ... Bis jetzt war es nicht möglich, diese zu adoptieren. Genau das möchte die bulgarische Regierung jetzt ändern. … Seit Anfang des Jahres gibt es in Waisenhäusern Skandale: Es gab Fälle von Misshandlungen in Moguilino, Gewalttätigkeiten in Plodiv und sogar einem Fall von Mord und Kindesmissbrauch in Tran. ... Acht Anstalten wurden geschlossen … Aber was die Finanzierung angeht, bleibt das Schicksal der Kinder in den Händen der Anstaltsleiter, die privaten und öffentlichen Geldgebern in Bulgarien sowie im Ausland nachlaufen. ... Hier wie anderswo ist der vom Staat bewilligte Haushalt symbolisch. … Mit der Wiedereinführung der Adoption hofft die nationale Kinderschutzagentur, das Schicksal der Kinder verbessern zu können."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 15. Mai 2008

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