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El País - Spanien | Freitag, 6. Juni 2008

Abgespeckte EU-Präsidentschaft

Jean-Marie Colombani, der ehemalige Chefredakteur der französischen Tageszeitung Le Monde, analysiert in der spanischen Tageszeitung El País, was von der französischen EU-Ratspräsidentschaft zu erwarten ist, die im Juli beginnt: "Nicolas Sarkozy, der sich die Sache sehr zu Herzen nimmt, begann mit viel Enthusiasmus: Nach dem Erfolg der Neuverhandlung des Verfassungstextes, der zum Vertrag von Lissabon wurde, schien alles darauf hinzuweisen, dass die sechs Monate der französischen Präsidentschaft sehr intensiv würden und der EU erlauben könnten, wieder durchzustarten. Doch mit dem Näherrücken des Datums stellt man fest, dass der französische Ehrgeiz abnimmt. ... Der Staatschef zeigt sich weniger idealistisch und zunehmend realistisch. Frankreich wird sich damit begnügen müssen, auf drei Gebieten etwas zu bewegen: Immigration, Energie und Umwelt. Und das nur, wenn das irische Riff umfahren wird, denn wenn das Referendum zum Vertrag negativ ausfällt, weiß keiner, was in Europa passiert."

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