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The Guardian - Großbritannien | Mittwoch, 8. März 2006

Gesteuerte Immigration

Die britische Regierung plant ein strengeres Einwanderungsgesetz, nach dem ab Frühjahr 2008 einreisewillige Ausländer Punkte je nach Alter, Ausbildung, Erfahrung und Talent bekommen sollen. Die erreichte Punktezahl entscheidet darüber, ob der Kandidat einreisen darf und für wie lange. Kolumnist Simon Jenkins warnt davor, dass die angestrebte Bevorzugung hochqualifizierter Arbeiter den Wissensschwund (Brain Drain) aus armen Ländern verstärken, aber der britischen Wirtschaft kaum helfen wird. "Ich bin für einen stabilen Weltmarkt, aber die ärmsten Länder ihrer besten Ressource, den qualifizierten Arbeitskräften, zu berauben, kann nicht richtig sein... Eine neue britische Immigrationspolitik sollte genau die gegenteilige Ausrichtung haben, wie die jetzt vorgestellte. Es sollte eine somalische Putzfrau oder einen weißrussischen Maurer mit 100 Punkten belohnen und dafür keine Punkte für einen südafrikanischen Virologen oder einen indischen Ingenieur vergeben. Am allerwenigsten sollte das ein Freibrief sein, um auf hoher See weltweit Talente zu erbeuten, die den ineffektiven öffentlichen Dienst Großbritanniens stützen. Moderne Immigrationspolitik ist immer Entwicklungshilfepolitik in umgekehrter Richtung."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 8. März 2006

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