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Svenska Dagbladet - Schweden | Sonntag, 3. August 2008

Devote Berichterstattung

Mit Blick auf das am Samstag zu Ende gegangene EuroPride-Festival in Stockholm kritisiert die Tageszeitung Svenska Dagbladet die gesellschaftliche Macht der Homosexuellenbewegung: "Gay ist eine Institution geworden, ein PR-Apparat, ein starker und wachsender Machtfaktor in der schwedischen Ideologieproduktion, der nunmehr von starken Machtgruppierungen unterstützt wird. Die Wirtschaft zieht mit. Das machthabende Establishment der schwedischen Kirche wirkt eifrig an der Pride-Parade mit. ... Normalerweise würde eine solche Entwicklung zu einer kritischen Beobachtung führen. Stattdessen geschieht das Gegenteil: Viele Journalisten und wichtige Medien machen einen devoten Kniefall. Die Ursache? Könnten es Schuldgefühle sein, wollen wir für frühere Zeiten Abbitte leisten? Das glaube ich nicht. Gibt es eine allgemeine Verflachung in Teilen der Medien? Das spielt sicher mit hinein. Ist es die gewöhnliche schwedische Konzentration darauf, sich vor der Umwelt als besser und gutherziger als alle andere darzustellen? Ja, das ganz gewiss."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 4. August 2008

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