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Dala-Demokraten - Schweden | Donnerstag, 14. August 2008

Blinde Medien im Kaukasus

Der Chefredakteur der Tageszeitung Dala-Demokraten, Göran Greider, kritisiert die Berichterstattung über den Konflikt im Kaukasus: "Die Berichterstattung ... wird ja einseitig und es wirkt, als ob sich ein altmodischer Russenschreck geltend macht. Georgien ist ja eigentlich fast ein amerikanischer Satellit. ... Im Radio habe ich heute ein Interview mit [dem schwedischen Außenminister] Carl Bildt gehört, in der er fast die Rolle eines unabhängigen Experten bekommt. Als ihm am Ende doch zumindest die Frage gestellt wird, ob nicht auch die georgische Führung eine Verantwortung für den schwer eskalierten Konflikt habe, ist die Antwort - nach mehrere Ausweichmanövern - im Großen und Ganzen ein Nein. Und dieses Muster geht weiter. Ein selbsternannter Russlandsexperte meinte, dass Russland sich jetzt von den europäischen Werten entfernt habe. Wie Bitte? Und warum hat man dann nicht auch Großbritannien und eine Mehrheit der europäischen Länder bezichtigt, sich von diesen Werten zu distanzieren, als sie an dem völkerrechtswidrigen Krieg im Irak teilgenommen haben? ... Es ist vollkommen unvernünftig, dass Carl Bildts Analyse die Norm für die Gedanken der Medien zu setzen scheint."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 14. August 2008

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