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Lidové noviny - Tschechien | Mittwoch, 29. März 2006

Roma-Diskriminierung in Tschechien

Die mehr als 300.000 in Tschechien lebenden Roma werden im neuen tschechischen Parlament, das im Sommer gewählt wird, nicht vertreten sein, konstatiert die Zeitung. Denn keine der Parteien hat einen Angehörigen der diskriminierten Minderheit auf einen aussichtsreichen Listenplatz gesetzt. Petr Honzejk kritisiert: "Die Politiker behaupten, sie reagierten nur auf die Wünsche der Wähler, die schließlich auch keinen Roma zum Nachbarn haben wollten. Doch das ist nichts anderes als ein abstoßendes Alibi. Wer soll versuchen, die Atmosphäre der Xenophobie zu zerschlagen, wenn nicht die Parteien? Die Roma brauchen Anerkennung und das Wissen darum, dass sie von der Mehrheit der Gesellschaft respektiert werden. Die Reden von Integration und Multikulturalismus sind in diesem Zusammenhang lächerlich. Jeder Parteichef, der vor den Wahlen in die Roma-Ghettos fährt, um Stimmen zu fangen oder gar zu kaufen, sollte sich schämen."

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