Mladá fronta Dnes - Tschechien | Montag, 6. Oktober 2008
Autoindustrie in Gefahr
Die tschechische und slowakische Autoindustrie gerate wegen der sinkenden Nachfrage in Europa zunehmend unter Druck, schreibt die liberale Mladá fronta Dnes: "Es begann schon im Frühjahr mit dem Anstieg des Ölpreises. Jetzt gesellt sich noch die Finanzkrise dazu. Millionen Menschen sind sich ihrer Zukunft nicht mehr sicher. Und beim Auto wird am ehesten gespart. ... In Tschechien sind 120 000 Menschen direkt und 100 000 weitere indirekt mit dem Bau von Autos befasst. In diesem Jahr laufen erstmals mehr als eine Million Autos vom Fließband. Bald sollen es noch eine halbe Million mehr sein. Bei Škoda Auto, dem Schaufenster der tschechischen Industrie, wird die gesamte Produktion in der letzten Oktoberwoche still stehen. Es gibt weniger Aufträge als erwartet. ... Auch die Autozulieferer bestätigen den Rückgang der Bestellungen. Einige Firmen beginnen deshalb bereits mit Entlassungen. Noch handelt es sich um eine überschaubare Anzahl von Menschen. Eine Vertiefung der Krise könnte aber grundsätzlich zu härteren Maßnahmen führen."
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