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Le Soir - Belgien | Mittwoch, 5. April 2006

Der perfekte Premier

Der Schriftsteller Thomas Gunzig macht sich über den Vorschlag eines flämischen Regionalpolitikers in Brüssel lustig, dem "ein inkompetenter bilingualer Flämischsprachiger lieber ist als ein superkompetenter Frankophoner, der nur eine Sprache spricht." "Ich selbst hätte gern einen guten, intelligenten Premierminister mit Sinn für Humor, der die öffentlichen Angelegenheiten mit Seele und Gewissen verwaltet, der menschlich aber auch technisch kompetent ist, der Belgien und die Welt versteht, Entscheidungen trifft, losgelöst von politischen Ängsten oder anstehenden Wahlen, der sich um das Gemeinwohl und die sozialen Errungenschaften sorgt, und der an den Fortschritt glaubt. Das wäre so etwa das Minimum... Also wenn Sie so einen finden, auch wenn der nur Isländisch, Aramäisch oder Lingala spricht, dann ist das okay - den nehme ich. Denn ein guter Premierminister ist so schwer zu finden, dass man - wenn es denn sein muss - ihm eben Untertitel bereitstellt."

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