Helsingin Sanomat - Finnland | Dienstag, 28. Oktober 2008
Euro auf Rezept für Island
Kari Heimonen, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Jyväskylä, schreibt in seinem Gastbeitrag in der Tageszeitung Helsingin Sanomat, Island solle zur Überwindung der Finanzkrise den Euro einführen. "Die globale Finanzkrise hat das kleine Inselreich Island am schwersten getroffen. Es ist klar, dass es nicht in der Lage ist, die Situation allein zu überleben. ... Im Prinzip könnte Island die einseitige Euroisierung auch ohne Zustimmung der EZB [Europäische Zentralbank] durchführen. ... Die erforderlichen Euros gibt es auf den internationalen Devisenmärkten frei zu kaufen. Eine kleine Wirtschaft braucht keine großen Mengen Euros in bar. Statt der Isländischen Krone müssten die Preise in Euro ausgewiesen und der Euro gesetzliches Zahlungsmittel werden. ... Der Euro würde die isländischen Devisenprobleme lösen. Die isländische Wirtschaft würde erfreulich wachsen."
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