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Le Soir - Belgien | Mittwoch, 12. April 2006

Italiens Wahlen - Die Folgen für Europa

Der französische Politologe Guy Hermet erklärt im Interview mit Dominique Berns, dass die Niederlage Silvio Berlusconis nicht das Ende des Populismus bedeutet. "Indem das alte Parteiensystem - Christdemokraten gegen Kommunisten - aufgegeben wurde, ist der Populismus fast zu einem politischen System geworden... Auch wenn Berlusconi und seine Verbündeten diesmal verloren haben, muss man sich bewusst sein, dass sie schon zweimal gewonnen haben. Sie kommen wieder. Italien gibt in gewisser Weise den Ton an, denn Berlusconi hat dem Populismus einen neuen Klang gegeben... Berlusconi hat die Politik zu einem Vergnügen gemacht. Ist es nicht das, was die Völker wollen? Dass Politik weniger 'langweilig' ist? Noch wichtiger ist aber, dass sich die Politiker - in Italien und in ganz Europa - auf diesen Populismus einstellen müssen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 12. April 2006

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