Blog Carl Bildt - Schweden | Montag, 17. November 2008
Nicht gut für die Welt
Schwedens Außenminister Carl Bildt äußert sich in seinem Blog vor dem Antritt seiner USA-Reise pessimistisch über die Pläne, die US-Automobilindustrie durch staatliche Unterstützung zu retten. Der neu gewählte Präsident Barack Obama stehe unter Zugzwang, meint Bildt: "Eine Entscheidung wird richtungsweisend für seine Politik sein. Nicht zuletzt die Gewerkschaften, die ihn unterstützt haben, fordern nachdrücklich eine Unterstützung in Milliardenhöhe für die Autoindustrie. Aber eine großzügige Unterstützung würde auch zeigen, dass er von solchen Forderungen beeinflussbar ist und dass sie die Wirtschaftspolitik der Zukunft beeinflussen. … Es werden einfach auch strukturelle Veränderungen gebraucht. Darüber branden die Wogen der Debatte nun mit aller Sicherheit auch in Washington und in Chicago, wo die neue Politik formuliert wird. Früher hieß es, was gut für General Motors ist, ist auch gut für die USA. Aber jetzt leben wir in einer anderen Welt. Und es kann sehr gut sein, dass was für General Motors gut ist, nicht zugleich gut für die USA ist. Und ganz sicher nicht für den Rest der Welt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, schwedisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Wirtschaftspolitik, » USA
Alle verfügbaren Texte von » Carl Bildt
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 18. November 2008