Il Sole 24 Ore - Italien | Sonntag, 30. November 2008
Neues Akropolis-Museum mit offener Wunde
Im Frühjahr 2009 wird in Athen das neue Akropolismuseum eröffnet, das schon zu den Olympischen Spielen 2004 hätte fertig sein sollen. Salvatore Settis, Italiens berühmtester Kulturschützer und Präsident des Nationalen Kulturrates, hat das Museum besucht und fordert die Rückgabe der 56 Skulpturen, die Lord Elgin im 19. Jahrhundert aus dem Parthenon-Tempel nach England entführte. "Das Herzstück ist der Parthenon-Saal. ... Die übriggebliebenen Originalstücke wechseln mit Gipsabdrücken jener Originale ab, die nach London, abgewandert sind. Die Licht- und Farbschattierungen der Kopien verweisen auf die offene Wunde und sind wie ein leiser aber dringender Aufruf für die ersehnte Rückerstattung der Elgin-Skulpturen, die das British Museum sein eigen nennt. Es weigert sich, diese dem Herkunftsland zurückzuerstatten. ... Einen Ehrenplatz nimmt das Fragment des Parthenon-Tempels ein, das die Antikensammlung der Heidelberger Universität Athen 2006 zurückgegeben hat."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Ausstellung / Museen, » Kulturpolitik, » Großbritannien, » Griechenland
Alle verfügbaren Texte von » Salvatore Settis
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 1. Dezember 2008