Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Montag, 8. Dezember 2008
Deutsche Sprache ins Grundgesetz
Die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung spricht sich für eine Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz aus, die die konservative christdemokratische Partei (CDU) beantragt hat. "Eine unziemliche Bedrängung ethnischer Minderheiten wäre die Ergänzung des Grundgesetzes nicht. Ein 'Assimilierungsdruck' geht vom geplanten Satz nicht aus, doch er wäre eine unbestreitbare Integrationsrichtlinie. Die vielfache Ablehnung deutet unwillentlich an, dass dem Satz durchaus Bedeutung und Wirkung zugetraut werden. Er schließt etwa den Anspruch hier nicht heimischer Sprachen auf rechtliche Gleichstellung in Deutschland aus. Und er bewahrt in Zeiten der Internationalisierung und Globalisierung die Eigenheit Deutschlands, die seine Bürger seit jeher prägt und seine Literatur überhaupt erst ermöglicht. Was vielen unserer europäischen Nachbarstaaten recht ist, sollte uns verfassungspolitisch nicht unrecht sein."
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