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Göteborgs-Posten - Schweden | Dienstag, 25. April 2006

Die Lehren von Tschernobyl

Bereits nach dem Atomunglück 1979 im amerikanischen Harrisburg beschlossen die Schweden ein Jahr später in einer Volksabstimmung den langsamen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2010. Nach Tschernobyl sollte man Atomenergie neu betrachten, findet Anders Kilner: "Die Regierung scheint einverstanden damit, dass Schweden große Mengen an Energie importiert. Diese wird durch Kohle, Öl und Kernkraft produziert. Gleichzeitig hat man diskret begonnen, die Produktion in heimischen Atomanlagen zu erhöhen. Kohle scheint zwar noch für viele Jahre vorhanden. Doch ist es verantwortungsbewusster, den Treibhauseffekt in Kauf zu nehmen, über die Endlagerung in tiefen Gesteinsschichten aber nicht einmal diskutieren zu wollen? Überall auf der Welt werden neue Reaktoren gebaut. Auch wir brauchen neue und effektivere Atomanlagen."

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