Libération - Frankreich | Dienstag, 25. April 2006
Immigration als Wahlkampfthema
"Wer Frankreich nicht mag, sollte nicht zögern, es zu verlassen", sagte der französische Innenminister Nicolas Sarkozy am 22. April - in Anlehnung an Slogans einiger rechtsextremer Parteien. "In dem Moment, in dem eine neue nationale Debatte über Immigration beginnt, die durch ein Gesetzesvorhaben von Nicolas Sarkozy - dem zweiten in dieser Legislaturperiode – hervorgerufen wird, ist diese Tirade ein besonders schlechtes Omen", meint Kommentator Pierre Haski. "Diese Äußerung lässt einen Ton befürchten, der die Rechte überbieten soll - ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen. Ein weiteres Mal spielt sich die Debatte auf dem Rücken derer ab, die nicht wählen: der Einwanderer. 2002 war das Thema Sicherheit das Rezept. Diesmal fügt man ihm die Variante Immigration hinzu."
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