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Dagens Nyheter - Schweden | Montag, 15. Mai 2006

Die Pflege der eigenen Sprache

In Schweden hat es in den vergangenen Wochen eine breite Diskussion über die eigene Landessprache gegeben. Viele sehen das Schwedische durch Zuwanderung und zahlreiche Subkulturen gefährdet. Die Stockholmer Zeitung ist optimistischer, hält es jedoch für einen Fehler, die eigene Sprache vor dem Hintergrund einer falsch verstandenen Internationalität nicht zu pflegen: "Natürlich müssen wir Englisch in internationalen Zusammenhängen anwenden. Aber warum formulieren Forscher ihre Thesen in einer Sprache, die sie nicht vollends beherrschen, anstatt sie in ihrer eigenen Landessprache aufzuschreiben und sich anschließend der Dienste eines professionellen Übersetzers zu bedienen? Warum soll ein Politiker in schwierigen Verhandlungen keinen Dolmetscher an seiner Seite haben? Hier gibt es genug Raum für pragmatische Reformen. Drakonische Verbote wie seitens der Franzosen gegenüber englischen Begriffen sind schlichtweg dumm. Doch ein nachhaltiger Einsatz für die schwedische Sprache an den Universitäten, in der öffentlichen Verwaltung und den großen Unternehmen würde am Ende - paradoxerweise – eben auch der multikulturellen Gesellschaft dienen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 15. Mai 2006

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