Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 18. Februar 2009
Streit um Staatshilfe für Opel
In Deutschland gibt es Forderungen an deutsche Politiker, den Autohersteller Opel zu verstaatlichen und aus dem hochverschuldeten US-Konzern General Motors herauszulösen. Das kommentiert die links-liberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "Ob die Rettung von Opel, bezahlt durch alle Steuerzahler, tatsächlich im Sinne der Gesellschaft wäre, ist zweifelhaft. Die Milliardenhilfen werden dort, wo Opel zu Hause ist, in Bochum, Eisenach oder Rüsselsheim, auf großen Beifall stoßen - aber die wenigsten Deutschen dürften bereit sein, höhere Steuern zu zahlen, um ein Industrieunternehmen nach dem anderen zu retten. Denn wer Opel hilft, muss auch Volkswagen, BMW oder Daimler helfen. Wer die Autokonzerne mit Milliarden rettet, muss auch die großen Zulieferer stützen. Wer Conti oder Schaeffler stützt, muss eigentlich auch den Maschinenbauern helfen, die die Fertigungsstraßen für die Autoindustrie liefern. Wer Banken rettet, kann dies noch damit begründen, dass andernfalls das gesamte Finanzsystem und damit die Wirtschaft zusammenbräche; bei Industriebetrieben, so groß sie auch sein mögen, zählt dieses Argument nicht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Deutschland, » USA, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Ulrich Schäfer
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 18. Februar 2009