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ABC - Spanien | Montag, 29. Mai 2006

Antonio Papell über die Gefahr des Nationalismus

"Nationalismus bedeutet Krieg", sagte Francois Mitterand 1995 vor dem Europaparlament. Für den spanischen Schriftsteller Antonio Papell ist diese Formulierung zu einem Zeitpunkt, an dem Montenegro sich von Serbien löst, nach wie vor aktuell. Auch Spanien selbst zahle weiterhin für die "verheerenden Auswirkungen des Nationalismus": "In den so genannten historischen Gemeinschaften, die von der Existenz autochthoner Parteien geprägt sind, konnte man die zerstörerischen Folgen einer Absonderung deutlich beobachten. Man beruft sich nicht bloß auf das exotische Recht auf Differenz, sondern fordert ohne Umschweife immer mehr für sich und ist zu immer weniger 'Solidarität' bereit, zu Bindungen, die zu Hilfe verpflichten und kostspielig sind... Für die Demokraten war es ein harter Schlag zu erleben, dass diese politischen Kräfte keinerlei Skrupel hatten, die finanzpolitischen Ungleichheiten der autonomen Regionen anzuführen, um weniger Umverteilung zwischen den Regionen zu erreichen."

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