La Vanguardia - Spanien | Dienstag, 6. Juni 2006
Miguel Pajares über die Vorzüge von Immigration
Der katalanische Soziologe Miguel Pajares ist der Meinung, dass sich die spanische Gesellschaft angesichts der täglich auf den kanarischen Inseln eintreffenden Flüchtlinge zu einem ganz neuen Verständnis von Immigration durchringen müsste. "Der konstante Zustrom von Migranten nach Spanien wird als einer der wichtigsten Faktoren für das Wirtschaftswachstum des Landes betrachtet... Trotzdem tun die Spanier nach wie vor so, als sei Immigration nur ein zweitrangiges Problem. Das widerspricht sich deutlich... Warum sagt die aktuelle sozialistische Regierung nichts Positives über die Immigranten? Warum konzentriert sie sich auf den Aspekt der illegalen Immigration und stellt sie als Bedrohung für die Gesellschaft dar?... Die Politiker distanzieren sich von der Einwanderung, weil es ihnen Wählerstimmen einträgt. Fremdenhass nimmt zu und verhilft denen zu hervorragenden Wahlergebnissen, die dieses Thema ausbeuten."
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