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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Samstag, 2. Mai 2009

Europawahlen: Parlament ist der Gemeinschaft entrückt

Die Kampagnen der Parteien zur Wahl des Europaparlaments haben begonnen. Die links-liberale Süddeutsche Zeitung prognostiziert den Wahlen einen jämmerlichen Verlauf: "Die Europawahl wird zum Desaster werden, weil Parlament und die Institutionen der Gemeinschaft entrückt sind, weil selten zuvor so wenig gute Gründe empfunden wurden, einem unbekannten Abgeordneten zu einem Platz in einem unbekannten Parlament zu verhelfen. ... Europa hat sich nie als Schwergewicht in der Welt empfunden, als strategische Einheit, die für die eigenen Interessen und auch - so pathetisch es klingen mag - für das Gute in der Welt wirkt. Dabei bringen die Staaten Europas gemeinsam große Schlagkraft auf, die sie auch brauchen, um gegen die Marktmacht der USA oder Chinas zu konkurrieren. ... Die Europäische Union muss die Schwankungen zwischen Depression und Euphorie hinter sich lassen, die seit Jahrzehnten ihren Rhythmus ausmachen. Sie braucht die Kraft der Kontinutiät. Für all dies benötigt es eine Betriebsanleitung - den Vertrag von Lissabon."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 4. Mai 2009

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