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Der Standard - Österreich | Montag, 25. Mai 2009

Europawahlen: Europa ist keine Glaubensfrage

Beim EU-Wahlkampf in Österreich dominiere statt der Diskussion über dringende EU-Themen die Gegenüberstellung von Christentum und Islam, kritisiert die Tageszeitung Der Standard: "Den Ton gibt die [Freiheitliche Partei Österreichs] FPÖ vor, die beides diabolisch zum Wahlkampfschlager à la 'Kreuz gegen die Türkei' verband. Die blaue Kampagne ist infam, weil unhistorisch und verlogen. Noch schlimmer ist aber, dass es den übrigen Parteien so schlecht gelingt, diese Dinge gegenüber den Wählern richtigzustellen, die Auseinandersetzung auf die wirklich anstehenden politischen Probleme zu konzentrieren, sich zur EU zu bekennen: Arbeitslosigkeit, Umwelt, wie kommt man zu einer handlungsfähigen Union, wie stärkt man Europa, statt es zu zerstören? Das sind keine Glaubensfragen. Stattdessen bietet die [Österreichische Volkspartei] ÖVP ein Türkei-Tohuwabohu ersten Ranges. Der Kanzler greift zu deftiger Wortwahl ('Hassprediger'), die bisher islamistischen Hetzern gegen den Westen vorbehalten waren."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 25. Mai 2009

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