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Etelä-Suomen-Sanomat - Finnland | Donnerstag, 28. Mai 2009

Europawahlen: Weltliche und kirchliche Interessen sollten vereinbar sein

Der in Finnland bekannte orthodoxe Geistliche Mitro Repo kandidiert als Unabhängiger auf der Liste der finnischen Sozialdemokraten um einen Sitz im EU-Parlament. Nun will ihm die Kirche zumindest für die Zeit der Kandidatur und einer eventuellen Tätigkeit im Europäischen Parlament das Recht entziehen, seinem Beruf nachzugehen. Die Tageszeitung Etelä-Suomen Sanomat kommentiert: "Repos Fall zeigt, dass die orthodoxe Kirche in ihren Aktivitäten eng mit den alten Kirchentraditionen verbunden ist. Während in der lutherischen Kirche schonungslose Debatten zum Beispiel über Frauen als Pastoren und die Segnung homosexueller Paare geführt werden, geht es in der orthodoxen Kirche um schöne Musik und den bestmöglichen Schutz für Ikonen. Streitfragen sind für die orthodoxe Kirche einfach nicht existent. Sie werden weder gebraucht noch diskutiert. Man bezieht auch keine Stellung zu ihnen. Anders als die lutherische Kirche lebt die orthodoxe Kirche nicht mit der Zeit."

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