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Die Presse - Österreich | Donnerstag, 4. Juni 2009

Europawahlen: Enttäuschende Wahldiskussion im österreichischen TV

Am Dienstagabend haben eine halbe Million Zuschauer eine Diskussion der österreichischen Spitzenkandidaten für die Europawahl im Fernsehen verfolgt. Die Gesprächsrunde sei die größte Werbung dafür gewesen, sich nicht an dieser Wahl zu beteiligen, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Das Absurde daran war, dass sich scheinbar alle - mit Ausnahme der Grünen-Politikerin Ulrike Lunacek - im emotionalen Meinungseinheitsbrei kaum widersprachen: gegen die Türkei, gegen die Asylrichtlinie, für mehr Polizisten, gegen den Transitverkehr. Dennoch wurden keine Positionen entwickelt, sondern nur Konflikte. Da zeigte kaum einer Fachwissen in der Europapolitik, sondern nur Wissen über die Fehler der anderen. Wollen wir diese Politiker wählen, diese beißende, frustrierte Truppe? ... Wir, diese halbe Million, können uns vielleicht damit trösten, dass es um etwas Wichtigeres geht als um die Debatte dieses Abends. Es geht um die Zukunft eines Parlaments, in dem noch 731 weitere Abgeordnete sitzen werden - einige davon mit Format."

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