Hírszerző - Ungarn | Dienstag, 9. Juni 2009
Europawahlen: Etablierte Parteien sorgen für Erfolg der ungarischen Rechtsradikalen
Die ungarische rechtsradikale Partei Jobbik hat bei den Europawahlen knapp 15 Prozent der Stimmen und somit drei Mandate im EU-Parlament erhalten. Das Nachrichtenportal Hírszerző gibt den etablierten Parteien eine Mitschuld: "Zwanzig Jahre lang haben die etablierten Zentrumsparteien als Wunderwaffe die faschistische Karte ausgespielt und damit übertüncht, dass sie eigentlich nichts Substanzielles zu sagen haben. Die Strategie, die dahinter stand: die Massen durch emotionale Erpressung zu mobilisieren. ... Die Zentrumsparteien dachten sich zudem, dass es angesichts der Nazi-Gefahr gleichsam ein Kavaliersdelikt sei, an der Macht korrupt, reformfaul und inkonsequent zu sein. Sie haben die Wähler so oft für dumm verkauft und unbedeutende Randfiguren zu unheilvollen Dämonen hoch stilisiert, dass am Ende, als die Rechte tatsächlich im Vormarsch war, den düsteren Visionen niemand mehr Glauben schenkte. ... Der Triumph von Jobbik ist ein Menetekel für die Hüter der Demokratie."
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Alle verfügbaren Texte von » László Tamás Papp
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