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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 10. Juli 2009

Riskantes Spiel von Obama

Die linksliberale Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich mit der Haltung der Teilnehmer des G8-Gipfels gegenüber dem Iran. "Dass der Kreml, bislang fast eine Schutzmacht der Iraner, nicht mehr nur in diplomatischen Zirkeln über Irans Renitenz klagt und darauf verzichtet, eine scharfe Gipfelerklärung weichzuspülen, ist ein deutliches Signal an Teheran. Dennoch geht Obama ein hohes Risiko ein. ... Den Widerstand gegen den Westen in der Atomfrage nutzt Teheran seit langem, um im Inneren die Reihen zu schließen. Außerdem kann sich Obama zwar über die Unterstützung Medwedjews freuen, aber ohne China wird es keine neuen, einschneidenden Sanktionen geben. ... 
Verfehlt der Annäherungskurs sein Ziel, wird Obama mindestens eine harte Isolationspolitik einschlagen müssen. Iran wird dann seine destabilisierenden Kräfte nicht nur im Libanon entfalten, sondern auch im Irak und in den Palästinensergebieten. Wenn sich die Welt dann nicht geschlossen gegen Iran stellt, steht Obamas gesamte Nahost-Politik auf dem Spiel."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 10. Juli 2009

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